Schlaf schneller, Genosse

1.000.000 : 1.000.000 vs. 1 : 1.000.000

Immer wieder wird als “Problem” des Podcastens angegeben, dass im Vergleich zum Radio meist weniger Leute von einem Podcast erreicht werden. Oft anstrengend doof: Radio vs Podcast. “Beim Radio wird eine Millionen-Hörerschaft erreicht. das schafft kein Podcast bisher”. Ging es denn aber nicht genau darum, um Diversifizierung, um Vielfalt, um Communities? Gibt es irgendeinen Beweis für den Vorteil einer 1:1.000.000-Kommunikation ausser dem Volksempfänger?

Wozu das also überhaupt noch so Grossväterchen-mäßig analysieren? Wen interessiert das? Leute, die von Professionalität sprechen wenn es erstmal um Kommunikation geht? Leute die private Homepages gerne verbieten würden, weil die ja ach so peinlich, geschmacklos und überflüssig sind? Oder die die immer sagen das internet ist “zugemüllt”, “unübersichtlich”, “man findet sich gar nicht mehr zurecht” um dann endlich wieder nur spiegel.de lesen zu dürfen? Was wollen die überhaupt? “Modewort des User-generierten-Contents”, ganz nach dem Faule-Sack-Credo immer mal schnell behaupten alles war schonmal dagewesen nur weil ein Ausspruch 3-5mal benutzt wurde. Ausser dem ebenfalls zweifelhaften Argument der Zugänglichkeit (bei Computern tun die Leute im Gegensatz zu allem anderen ja immer so als dürfte man da gar nichts lernen müssen) sollte man keine Ausreden gelten lassen…