“Im Osten hat mich überrascht, was aus den 2,3 Millionen Mitgliedern der SED geworden ist. Man hat sich da viele Illusionen gemacht, wer aus bestimmten Überzeugungen in der Partei ist. Und dann sind fast über Nacht aus 2,3 Millionen nur 350 000 geworden. Damals hatten wir zu Hause eine große Diele. Na gut, habe ich gesagt, machen wir die letzte Versammlung eben in unserer Diele.” (Lothar Bisky im “Tagesspiegel” vom Wochenende)
Wenn Der Biomann Kommt (4): Ausreden-Sportarten
Bei der dünngliedrigen Konzentriertheit, die der Biomann an den Tag legt, kommen natürlich nur folgende Sportarten für ihn in Frage (im Laschheitsgrad unsortiert):
- Federball (oder in seiner “anstrengenden” Inkarnation: Badminton)
- Pilates
- Tai-Chi
- Walken
- Sauna
- Yoga (soll ja hammerhart sein)
Paradox erscheint, das die Genauigkeit mit der Verpackungen gelesen werden entgegengesetzt zur genauen Leistungs-Messbarkeit der eigenen Sportarten verläuft. Überhaupt ist höchstens vom “Sport machen” ohne nähere Benennung die Rede. Team-Sportarten gibts gleich gar nicht (ausser vielleicht Völkerball). Ist dem Biomann wohl peinlich.
Wenn der Biomann kommt (3): Comeback der Salami Wenn der Biomann kommt (2): Anti Burger-Filme Wenn der Biomann kommt (1): E-Click
Materialien Zu Einer Soziologie Des Büroalltags (11)
A: Es riecht hier lecker nach frischem Kaffee. B: Das ist der Verkehr. Fenster ist offen. A: Mmph.
Same Procedure
Peter Jürgen Boock ist der Andy Möller der RAF.
Zu Pirate Bay
Ja ja Schlimm. Wollen die Rechten nach Punk jetzt auch noch p2p-sharing übernehmen? Die alte Frage: Ist es clever oder dumm Geld von Arschlöchern zu nehmen? Ist der freie Fluss der Daten etwa gar keine genuin linke Forderung? BTW: Wäre es nicht besser, einfach mal die ganzen Inhalte der “Content-Industrie” nicht mehr zu benutzen? Aber am brennendsten: Warum ist ein BitTorrent-Tracker eigentlich so teuer dass man von Unterstützung sprechen muss? Kann man da nicht mehrere kleine nehmen? Soll ich einen aufsetzen?
Alte Stulle Ulle
Komische Tour-Absage letztes Jahr, stoisches Bye-Bye dieses Jahr und nun mit “Dickem Blut” auf dem “Spiegel”-Cover. Jan Ullrichs Ankläger Jef D’hont ist immer noch beeindruckt, weil er in 40 jahren Tour-Massage “nie einen besseren Körper unter den Fingern” gehabt hätte. Und - tära-tära -: “In einem Feld ohne Doping hätte Ullrich sie alle geschlagen, und das auf Jahre.”
Neulich Im Club: Zum Dekonstruktivistischen Feminismus
“Wow. Würde die Unterteilung in Männer und Frauen wegfallen, würde es hier anders aussehen.”. “Nein. Dann würde hier gar niemand hingehen.”. “Stimmt. Alles wäre hobbyistischer orientiert. Wie früher. Leider lauert bei solchen Aktivitäten wie Sport, Film schauen, Lesen und Videospielen etwa seit dem 14. Lebensjahr ein großes trauriges schwarzes Loch in einem.”.
Das Leben Ist Ein Jeans-Shop
Wieder, wieder, wieder. Wieder Zähne geputzt. Wieder Fahrrad gefahren. Wieder Brötchen gekauft. Wieder Schinken gegessen. Wieder Kaffee getrunken. Wieder eine Jeans gekauft. Das geht schnell, ein ganzes Leben lang.
Kompliment?
“Das Tolle an dir ist, dass du einer der wenigen Menschen bist, die noch genau wissen wie alles als Kind war. Das liegt wahrscheinlich daran dass du dich seitdem nicht mehr weiterentwickelt hast”.
Im Banne Der Schreibneurose
Alle drei Wochen stockt mir der Atem, weil mir entfallen ist, ob man “vielleicht” mit einem oder zwei “l” schreibt.