Wie soll man das Leben meistern? “Erlaubt ist alles, was sich nicht als Expertentum versteht. Fachleute zerstören die Welt und produzieren nur neue Fachleute, die Schadensbegrenzung betreiben.” Das hat der große Martin Schmitz vom gleichnamigen kleinen Verlag in der “taz” vom Donnerstag Doris Akrap erzählt. Am Samstag feiert er im “Nachbarschaftszentrum RuDi” (Berlin-Friedrichshain) ab 20 Uhr das 20jährige.
Wie soll man das Leben meistern? "Erlaubt ist alles, was sich nicht als Expertentum versteht. Fachleute zerstören die Welt und produzieren nur neue Fachleute, die Schadensbegrenzung betreiben." Das hat der große Martin Schmitz vom gleichnamigen kleinen Verlag in der "taz" vom Donnerstag Doris Akrap erzählt. Am Samstag feiert er im "Nachbarschaftszentrum RuDi" (Berlin-Friedrichshain) ab ...
“Alle Mittel sind erlaubt um das Bewußtsein zu erweitern und Spaß an der Erkenntnis zu haben. Ein dialektischer Abend ganz im Sinne Adornoscher Aufklärung. Die Frankfurter Schule rappt in Berlin! Und kommt aus Berlin!“ So bewirbt die Promoagentur den Berliner Auftritt von K.I.Z. am 18.12.
"Alle Mittel sind erlaubt um das Bewußtsein zu erweitern und Spaß an der Erkenntnis zu haben. Ein dialektischer Abend ganz im Sinne Adornoscher Aufklärung. Die Frankfurter Schule rappt in Berlin! Und kommt aus Berlin!“ So bewirbt die Promoagentur den Berliner Auftritt von K.I.Z. am 18.12.
Der “Freitag” ist gleich nach dem “Neuen Deutschland” die langweiligste überregionale Zeitung. Mittlerweile zum Privatvergnügen von Jakob Augstein, der im Gegensatz zu seiner Schwester ausser seinem berühmten Nachnamen nichts zu bieten hat. Oder doch, einen einzigen regelmässigen Witz: Es ist schon toll, dass der Verleger in der von ihm gekauften Zeitung eine Kolumne unterhält, die um seinen Kleingarten kreist. Das ist der diskrete Humorismus des Bürgertums. Die Zeitung ist ein Kleingarten und die Kolumne konsequent so fad wie ihr Umfeld. In der neuesten Ausgabe geht es darum, wie sich Augstein “das Gränsfors Handbeil ins rechte Knie geschlagen” hat. Das Ergebnis erinnert an den “Freitag”: “Es tat nicht sehr weh, es blutete nur wenig.”
Der "Freitag" ist gleich nach dem "Neuen Deutschland" die langweiligste überregionale Zeitung. Mittlerweile zum Privatvergnügen von Jakob Augstein, der im Gegensatz zu seiner Schwester ausser seinem berühmten Nachnamen nichts zu bieten hat. Oder doch, einen einzigen regelmässigen Witz: Es ist schon toll, dass der Verleger in der von ihm gekauften Zeitung eine Kolumne unterhält, ...
“Ich schlag zurück, weil ich schon genug auf meine vier Backen bekommen hab”. Darunter eine Faust. Auf der Tür in der Männertoilette im Azul, Skalitzer Straße, Berlin-Kreuzberg.
"Ich schlag zurück, weil ich schon genug auf meine vier Backen bekommen hab". Darunter eine Faust. Auf der Tür in der Männertoilette im Azul, Skalitzer Straße, Berlin-Kreuzberg.
Das Zeitalter, in dem ganze Konsolengenerationen mitsamt Non-Online-Alibispielen gekauft werden, um dann wie aus einem Selbstverständnis heraus aus Zeitmangel nicht mehr damit zu tun als Anfangs das neueste Systemupdate runterzuladen, hat einen erwähnenswerten Vorteil: Da man nicht mehr spielen muss, kann man endlich auch mal bedenkenlos Rollenspiele kaufen! Meine neue PS3 könnte jetzt problemlos “The Elder Scrolls IV: Oblivion” abspielen. Keine Ahnung was das sein soll.
Das Zeitalter, in dem ganze Konsolengenerationen mitsamt Non-Online-Alibispielen gekauft werden, um dann wie aus einem Selbstverständnis heraus aus Zeitmangel nicht mehr damit zu tun als Anfangs das neueste Systemupdate runterzuladen, hat einen erwähnenswerten Vorteil: Da man nicht mehr spielen muss, kann man endlich auch mal bedenkenlos Rollenspiele kaufen! Meine neue PS3 könnte jetzt problemlos ...
hat Ulrike Winkelmann in der “taz” von heute herausgefunden: “SPD plus Grünenprogramm geteilt durch zwei, und das Ganze dann 0,5 Zentimeter nach links verschoben”.
hat Ulrike Winkelmann in der "taz" von heute herausgefunden: "SPD plus Grünenprogramm geteilt durch zwei, und das Ganze dann 0,5 Zentimeter nach links verschoben".
“Die Grünen sind nette Menschen, wenn man von ihrer Haltung zum Krieg in Afghanistan absieht. Kein intelligenter Mensch darf für den Krieg sein. Abgesehen davon haben die Grünen nur einen Nachteil: Sie sind nicht links”. Sagt der Heimatschriftsteller Wladimir Kaminer in der “jungen Welt” von heute.
"Die Grünen sind nette Menschen, wenn man von ihrer Haltung zum Krieg in Afghanistan absieht. Kein intelligenter Mensch darf für den Krieg sein. Abgesehen davon haben die Grünen nur einen Nachteil: Sie sind nicht links". Sagt der Heimatschriftsteller Wladimir Kaminer in der "jungen Welt" von heute.
“Wir haben einige ziemlich gute Ideen, aber mehr verraten wir nicht – CDU”, “Was wollt ihr eigentlich? – SPD”, “Das Wahlergebnis entscheidet – FDP”, “Was soll’s, es wird sowieso alles in Brüssel entschieden – wählt trotzdem NPD”. Ja genau, “Der Wahlkampf geht in die heisse Phase”, destilieren Greser/Lenz die Essenz des Es-ist-egal-aber in der “FAZ” von heute.
"Wir haben einige ziemlich gute Ideen, aber mehr verraten wir nicht - CDU", "Was wollt ihr eigentlich? - SPD", "Das Wahlergebnis entscheidet - FDP", "Was soll's, es wird sowieso alles in Brüssel entschieden - wählt trotzdem NPD". Ja genau, "Der Wahlkampf geht in die heisse Phase", destilieren Greser/Lenz die Essenz des Es-ist-egal-aber in der ...
Nach 24 Jahren nochmal die “Rain Dogs” von Tom Waits gehört. Damals galt die als der Anfang vom Ausverkauf, der Feuilleton- und Blödwerdung des Nichtmehrdylannacheiferers. Zu meiner Verwunderung kenne ich jedes Lied. Gute Platte, ähem.
Nach 24 Jahren nochmal die "Rain Dogs" von Tom Waits gehört. Damals galt die als der Anfang vom Ausverkauf, der Feuilleton- und Blödwerdung des Nichtmehrdylannacheiferers. Zu meiner Verwunderung kenne ich jedes Lied. Gute Platte, ähem.
- Ich weiss nicht, ob jemand permanent von einer Zeitschrift wie “Brigitte Woman” aufs Brot geschmiert bekommen möchte, dass man über 40 ist.
- Heute ist man doch erst ab 50 erwachsen.
- Und stirbt aber trotzdem mit 80.
- Ich weiss nicht, ob jemand permanent von einer Zeitschrift wie "Brigitte Woman" aufs Brot geschmiert bekommen möchte, dass man über 40 ist.
- Heute ist man doch erst ab 50 erwachsen.
- Und stirbt aber trotzdem mit 80.
Ein toller Lautsprecherwagen auf der revolutionären ersten Mai-Demo in Kreuzberg. Später einen der Ein- und Aufpeitscher gefragt, auf welchen Drogen man dabei gewesen sei? “Auf gar keiner! Das ist dann der Kick!”
Ein toller Lautsprecherwagen auf der revolutionären ersten Mai-Demo in Kreuzberg. Später einen der Ein- und Aufpeitscher gefragt, auf welchen Drogen man dabei gewesen sei? "Auf gar keiner! Das ist dann der Kick!"
- Dieses scheiss Handy.
- Welches?
- Meines.
- Dieses scheiss Handy.
- Welches?
- Meines.
Aus den psychedelischen Alltagserfahrungen. Hunde hecheln hinter dir im 9. Stock auf der Terrasse. Gedacht, jetzt ist es endgültig soweit, sie werden dich kriegen. War aber nur das Schaben des Hausmeisters unten auf dem Hof. Ein Geräusch, das von vorne kommt.
Aus den psychedelischen Alltagserfahrungen. Hunde hecheln hinter dir im 9. Stock auf der Terrasse. Gedacht, jetzt ist es endgültig soweit, sie werden dich kriegen. War aber nur das Schaben des Hausmeisters unten auf dem Hof. Ein Geräusch, das von vorne kommt.
Der große alte Mann des FAZ-Fussballs Roland Zorn schreibt über das finalmente 2:0 des FC Barcelona über ManU: “Verkörpert der Football Club Manchester United an seinen besten Tagen die Luxusausgabe des ehrlichen Arbeiterfussballs, mutet das Spiel des FC Barcelona großbürgerlich souverän an – und an Feiertagen à la Rom wie eine Mäzenatengabe. Das Publikum zu beschenken, sieht Guardiola als eine seiner vornehmsten Aufgaben. ‘Die Art, wie wir dieses Jahr gespielt haben’, sagt Guardiola, ‘zeigt den Respekt gegenüber den Menschen, die viel Geld bezahlen, um uns zu sehen’. Alle mitnehmen und nichts auslassen, so krönte der spanische Meister und Pokalsieger seinen internationalen Beutezug.”
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Und später werden sie sagen, sie haben nichts gesehen. “Der moderne Fussball verschleißt, und schon bald werden die meisten, die Guardiola nun für seinen Mut preisen, beim kleinsten Misserfolg über ihn herfallen und diese Courage Wahnsinn nennen; vermutlich auch einige seiner Spieler. Seinem Vorgänger Rijkaard ging es genauso. Denn der Fussball hat kein Gedächtnis” ahnt Ronald Reng in der “taz”.
Der große alte Mann des FAZ-Fussballs Roland Zorn schreibt über das finalmente 2:0 des FC Barcelona über ManU: "Verkörpert der Football Club Manchester United an seinen besten Tagen die Luxusausgabe des ehrlichen Arbeiterfussballs, mutet das Spiel des FC Barcelona großbürgerlich souverän an - und an Feiertagen à la Rom wie eine Mäzenatengabe. Das Publikum ...
- Wie ist es mit deiner Mutter?
- Das willst du doch gar nicht wissen.
- Also ist es wie immer.
- Das sage ich dir nicht.
- Wie ist es mit deiner Mutter?
- Das willst du doch gar nicht wissen.
- Also ist es wie immer.
- Das sage ich dir nicht.
Ulrike Poppe war einmal eine der “Frauen für den Frieden”, was immer das gewesen sein mag, damals in der Zone. In der neuen “Zeit” spricht sie jedenfalls im Bürgerrechtler-Modus über ihre “simplen Erfahrungen”. Etwa, “dass wir die Rolling Stones nicht hören durften. Wir wollten Anschluss an die internationale Jugendkultur. Wir wollten Jeans und lange Haare tragen und uns nicht von dem Polizisten auf dem Bahnhof die Haare schneiden lassen.” Wann war das bloss? In den frühen 60ern, als auch im Westen jeder Langhaarige ein Staatsverbrecher war? Da war Ulrike Poppe noch ein Kind, sie ist Jahrgang 1953. Und ab den 70ern gab es nirgendwo auf der Welt mehr Langhaarige (männlich wie weiblich) und Rolling-Stones-Fans als in der DDR.
Ulrike Poppe war einmal eine der "Frauen für den Frieden", was immer das gewesen sein mag, damals in der Zone. In der neuen "Zeit" spricht sie jedenfalls im Bürgerrechtler-Modus über ihre "simplen Erfahrungen". Etwa, "dass wir die Rolling Stones nicht hören durften. Wir wollten Anschluss an die internationale Jugendkultur. Wir wollten Jeans und lange Haare ...
Christoph Twickel: Sie gehen offen damit um, dass Sie Depressionen haben, und dass Sie damit arbeiten. War das für sie immer selbstverständlich?
Rocko Schamoni: Ich hatte mal eine kurze spirituelle Phase, da ging es mir gut, weil ich glaubte, ich hätte Kontakt zu Gott. Meine Freundin hatte mich verlassen, und ich war zum erstenmal Mal richtig alleine. Wahrscheinlich habe ich damals zum ersten Mal einen Draht zu mir selber bekommen und das für einen Draht nach oben gehalten. An dem Tag, als ich Gott wieder von seinem Thron stürzte, weil er ein Trugbild war, sind die Depressionen zurückgekommen und für immer geblieben. Das ist der Preis der Freiheit.
(aus der neuen “Spex”)
Christoph Twickel: Sie gehen offen damit um, dass Sie Depressionen haben, und dass Sie damit arbeiten. War das für sie immer selbstverständlich?
Rocko Schamoni: Ich hatte mal eine kurze spirituelle Phase, da ging es mir gut, weil ich glaubte, ich hätte Kontakt zu Gott. Meine Freundin hatte mich verlassen, und ich war zum erstenmal Mal ...
Das böse alte Tantchen SPD pumpt sich auf für die Europawahl. Und wie es der Volkskommissar Zufall so will, liegt sie gar nicht so verkehrt mit ihren Plakaten: “Dumpinglöhne würden CDU wählen”, “Finanzhaie würden FDP wählen”, “Heisse Luft würde Die Linke wählen”. Und Sozialdemokraten würden SPD wählen?!
Das böse alte Tantchen SPD pumpt sich auf für die Europawahl. Und wie es der Volkskommissar Zufall so will, liegt sie gar nicht so verkehrt mit ihren Plakaten: "Dumpinglöhne würden CDU wählen", "Finanzhaie würden FDP wählen", "Heisse Luft würde Die Linke wählen". Und Sozialdemokraten würden SPD wählen?!
Aleida: Du siehst nicht aus wie ein Kommunist.
Che: Wie sehen Kommunisten aus?
Aleida: Nicht so wie du.
Che: Bei den Kommunisten gibt es viele Schattierungen.
(aus “Che – Revolucion”, dem neuen Film von Steven Soderbergh)
Aleida: Du siehst nicht aus wie ein Kommunist.
Che: Wie sehen Kommunisten aus?
Aleida: Nicht so wie du.
Che: Bei den Kommunisten gibt es viele Schattierungen.
(aus "Che - Revolucion", dem neuen Film von Steven Soderbergh)
ist die Anzeige auf der ganzen Seite 26 von Axel Springer.
ist die Anzeige auf der ganzen Seite 26 von Axel Springer.
Gibt es etwas nervigeres als renovieren? Und Papa fliest das Bad. Aber die besten Krimis macht man aus Versehen. Kurz vor Mitternacht knallt ein Eimer Lack aus dem Fenster, direkt neben das Auto des Vermieters. Anschließend auf der Strasse zwei Stunden dessen Fahrertür im Knien versuchsweise saubergerubbelt. Gedacht, dass alle denken, man wollte das Auto klauen.
Gibt es etwas nervigeres als renovieren? Und Papa fliest das Bad. Aber die besten Krimis macht man aus Versehen. Kurz vor Mitternacht knallt ein Eimer Lack aus dem Fenster, direkt neben das Auto des Vermieters. Anschließend auf der Strasse zwei Stunden dessen Fahrertür im Knien versuchsweise saubergerubbelt. Gedacht, dass alle denken, man wollte das ...