Schlaf schneller, Genosse

Bittedanke

Die klassische Yes-or-No-Situation: Es ist gar nicht schwer, Redakteuren, die man nicht kennt, heisse journalistische Ware unterzujubeln. Entweder hassen sie alles neue (“No!”) oder sie hassen alles alte (“Yes!”).

Analoger Schwabbelkram (5): Der Liebe Gott Zieht an Meinem Hosenbein

Wer kennt sie nicht die Matrixschen Erlebnisse wie die bei Nichtbeachtung heimlich schneller voranschreitende Uhr bzw. Zeit. Oder das Spiel das die Autoampel nur grün wird, wenn man etwas auf dem Rücksitz sucht oder (ernsthaft) daran denkt nochmal schnell zu telefonieren. Konfiguriert habe ich das jedenfalls nicht so. Aktuell: Allein letzte Woche sind ohne jegliches Zutun von mir zweieinhalb Hosen von meiner Fahrradkette zerissen bzw aufgefressen worden.

Zu Analoger Schwabbelkram 1 2 3 4

Mach Dich Nicht Zum Obst

  • Wenn du die Haferflocken mit der Schokodingern kaufst, gibt es keinen Haferflockeneffekt.

    • Haferflocken sind so langweilig.
  • Du kannst Obst reintun.

    • Obst ist so langweilig.

Einwurf Johannes Agnoli

“Das Proletariat will aber Kommunismus als Emanzipation und nicht als Übermacht des Staates”. (Letzter Satz der Rede, die Agnoli 1971 auf dem Westberliner Kronstadtkongress gehalten hat)

Gefunzel

typisches maulwurf zimmerFrüher wollte man immer nur so eine bekloppte Funzel-Beleuchtung haben. Selbst die Deckenlampe hatte maximal 20 Watt und wurde durch irgendeinen Schwachsinn vom ordentlichen Leuchten abgehalten. Oberste Regel schien: Der Raum darf niemals hell sein. Das setzt sich in Spuren bis heute in die unorganisierten sympathischen Arbeitsstätten fort. Gar nicht wegen Schmutz verstecken oder wegen Energiesparen, sondern einfach nur als eine Art Abgrenzung, vielleicht wieder eine unpraktische Indie-Hörer-Attitüde. Deswegen sind jedenfalls meine Augen kaputt. Danke.

Informatiker-Abend

“Ich kann nicht, wir treffen uns heute wieder zum Informatiker-Abend”. “Schade! Informatiker-Abend.. was ist denn das?”. “Wir setzen uns zu zweit in die Kneipe und hoffen angesprochen zu werden.”

Wir Wollen Die Alten Omas Und Opas Wiederhaben!

Wer älter wird, bleibt hängen und zwar nicht auf LSD. Es läuft anders als bei Konrad aus der Konservenbüchse, dem Helden aus Christine Nöstlingers gleichnamigem Kinderbuch: Entsteigt dort ein im Versandhandel bestellter siebenjähriger Junge der Dose, um sich komplett zu verändern, steigt man im wahren Leben anscheinend zwischen 34 und 39 in die Dose, um sich nie mehr zu verändern. Zumindest optisch. Anders sind die im sogenannten Intelligenzia-Millieu überall anzutreffenden grau melierten, wie Pocken wirkenden Dreitagebärte (zu kurzen Haaren) und die raketenrampenartig auf die mittlere Schädeldecke hochgeschobenen Sonnenbrillen (zu langen Haaren) nicht zu erklären. Sieht nur bei italienischen Fussballprofis gut aus, die aber mit Mitte 30 den Dienst und das Outfit quittieren.

Howie-Zowie-Bowie (Dietmar Dath Weiss Es)

“Bowies einprägsamste musikalische und schauspielerische Gesten beschwören einen abgefeimt eitlen, ausgezehrten, knochentrockenen Eros und weisen so mit aller Entschiedenheit den virilen Rock’n’Roll-Vitalismus zurück, der Urviecher mit Haaren auf dem Rücken und Schnaps im Bart anbetet.” (zu Bowies 60. in der “FAZ” von heute)

Nichtraucherfaschismus Updated

Nichts los in Heringsdorf/Ostsee/DDR. Dann die Entdeckung: Es gibt ein Kino! Es läuft der neue James Bond! Es ist ein Raucherkino (das man seit 20 jahren untergegangen glaubt)! Es ist ein grosses Kino! Die Aschenbecher sind aus Aluminium! Und weiter: Niemand ausser mir raucht (zirka 7 Zigaretten)! Meine Freundin raucht eine halbe - es ist ihr zu peinlich und sie geht raus, rauchen! Genossen, Kollegen, so weit ist es gekommen!